Ein Geophysik-Studium, das er nach einem Semester nüchtern beendete, zwei Jahre als Flugbegleiter rund um den Globus und ein Studienplatz per Nachrückverfahren: Der Weg von Prof. Dr. Gerald Ackner zur Professur für Ingenieurpsychologie an der HFU verlief alles andere als geradlinig, folgt aber einem klaren Muster. In der Serie "Profs im Portrait" erzählt er, wie er nüchtern feststellte, dass ihm die höhere Mathematik und theoretische Physik nicht lagen. Er zog daraus die Konsequenz, beendete das Studium und suchte nach einer Alternative. Beim Berufsinformationszentrum stieß er auf einen Lufthansa-Flyer und ergriff die Gelegenheit, zwei Jahre lang als Flugbegleiter um die Welt zu fliegen. Auf Langstreckenflügen kam er mit Passagieren über deren Berufe und Lebenswege ins Gespräch, eine Art qualitative Querschnittsstudie, wie er im Rückblick schmunzelt. Dabei fiel ihm auf, wie zufrieden auffällig viele Psychologinnen und Psychologen mit ihrem Beruf waren. Als sich über ein Nachrückverfahren ein Studienplatz an der Uni Würzburg bot, ergriff er die Chance. Als ihm ein WG-Mitbewohner immer wieder von der Ingenieurpsychologie vorschwärmte, ließ er sich darauf ein und blieb dem Thema bis heute treu. Auch die Industriepromotion bei Opel und die anschließenden zwölf Jahre in der Automobilbranche ergaben sich so: als Gelegenheiten, die er erkannte und für die er hart arbeitete, nicht als Teil eines langfristigen Plans. 2018 kam er schließlich an die HFU. Dort ist er heute überzeugt: "Das ist der beste Job der Welt."
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