Am 8. Juni waren die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses "App Design mit Design Thinking" bei uns zu Gast im IP/HF-Labor. Einen Nachmittag hatten sie die Gelegenheit in Hands-On Session zu erleben was die Ingenieurpsychologie so forscht und bewegt:
Station Lasercutter: Ideen werden greifbar
An der Lasercutter-Station erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in das Thema Prototyping. Sie konnten in einer Designsoftware eigene kleine Produkte entwerfen und diese anschließend direkt mit dem Lasercutter umsetzen. So entstanden beispielsweise Schlüsselanhänger oder einfache gravierte und ausgeschnittene Objekte. Die Station zeigte anschaulich, wie aus einer Idee schnell ein erster Prototyp werden kann – ein wichtiger Schritt in der Gestaltung nutzerfreundlicher Produkte.
Station VR: Präsenz und Stress in virtuellen Welten
An der VR-Station mit Richie’s Plank Experience konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie real sich virtuelle Umgebungen anfühlen können. Mit einer VR-Brille bewegten sie sich über eine virtuelle Planke in großer Höhe und spürten dabei unmittelbar, wie stark Immersion und Präsenz das eigene Erleben beeinflussen. Ergänzend wurde an den Fingerkuppen die elektrodermale Aktivität gemessen, die Hinweise auf körperliche Anspannung geben kann. So wurde deutlich, wie in der Ingenieurpsychologie virtuelle Erlebnisse nicht nur gestaltet, sondern auch psychophysiologisch untersucht werden können.
Station Beat Saber: Immersion durch Bewegung und Haptik
Bei der Station rund um das VR-Spiel Beat Saber stand das Zusammenspiel von Bewegung, Wahrnehmung und Rückmeldung im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler zerschlugen im Takt der Musik virtuelle Blöcke und erhielten dabei zusätzlich haptisches Feedback. Dadurch wurde erfahrbar, wie körperliche Rückmeldungen das Eintauchen in virtuelle Welten verstärken können. Für die Ingenieurpsychologie ist dies besonders interessant, weil solche Technologien zeigen, wie Interaktion, Feedback und Erleben zusammenhängen.
Station Mensch-Roboter-Kollaboration: Zusammenarbeit mit Technik erleben
An der Station zur Mensch-Roboter-Kollaboration lernten die Schülerinnen und Schüler, wie Roboter programmiert werden können. Sie konnten Bewegungsabläufe vorgeben und erleben, wie der Roboter diese ausführt. Dabei ging es nicht nur um Technik und Programmierung, sondern auch um die Frage, wie Menschen die Zusammenarbeit mit Robotern wahrnehmen: Wirkt der Roboter vertrauenswürdig, sicher oder vielleicht auch verunsichernd? Die Station machte deutlich, dass Human Factors eine zentrale Rolle spielt, wenn Mensch und Technik künftig enger zusammenarbeiten.
Vielen Dank, dass ihr bei uns im Labor wart – wir hatten riesigen Spaß mit euch! Wir hoffen, ihr nehmt viele neue Ideen, Erfahrungen und Inspirationen mit. Bleibt kreativ, neugierig und traut euch, eure Ideen Wirklichkeit werden zu lassen!
